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The Paths of Divine Love (Die Pfade der göttlichen Liebe)

Tarz-Suite (1–8)

In dieser Improvisation verbindet Ostad Elahi die vorliegende Suite, die aus acht klar getrennten Teilen besteht, mithilfe einer Überleitung direkt mit der vorhergehenden. Tarz ist ein allgemeiner Begriff für „Art und Weise“ oder „Regel“, im musikalischen Kontext bedeutet es auch Modus.

Zu Beginn ihres Strebens nach dem Göttlichen wird sich die Seele ihrer Fehler und Verfehlungen und somit der Kluft bewusst, die sie vom Geliebten trennt. Obwohl dieses Bewusstwerden recht schmerzlich sein kann, reinigt es das Herz und lässt Tugenden erblühen, die auf dem spirituellen Pfad unabdingbar sind. Genau dieses Streben wird in dieser Suite mit größter Intensität beschworen. Sie ist weniger episch als die vorhergehende, sondern mehr nach innen gewandt.

a. Tarz-e Jafarī

b. Tarz-e Khān Bābā Khān

c. Tarz-e Leylī o Majnūn

Diese Sequenz bezieht sich auf die reine Liebe – anfangs leidenschaftlich, später sublimierend – von Leylī und Majnūn, deren Geschichte als Parabel mystischer Liebe vom persischen Dichter Nezāmī (1140–1209) festgehalten wurde.

d. Tarz-e Mūye

„Mūye“ bedeutet Wehklagen.

e. Tarz-e Arke Abbāsī (Arkeh Bāzī)

Eine alte höfische Melodie, die in das Tanbur-Repertoire übernommen wurde.

f. Tarz-e Marhūm-e Seyd Brāka (Tarz-e Sūz o Godāz)

Dieses Stück ist Seyd Brāka gewidmet, einem Heiligen des 19. Jahrhunderts, dessen Großzügigkeit und Ritterlichkeit Ostad Elahi besonders hervorhob. Es ist sehr lyrisch und wird als Lied vorgetragen.

„Sūz“ beschreibt in diesem Kontext ein innerliches Brennen, die Qual der Trennung vom Geliebten, ein Leiden, das die Seele erweckt und reinigt. „Godāz“ bedeutet, dass dieses Brennen so intensiv ist, dass der eigene Zustand mit dem geschmolzenen Metalls vergleichbar ist.

g. Tarz-e Teymūrī

Die Abschlusssequenz ist Teymūr gewidmet, einem großen Heiligen, der 1865 in Kermānshāh zum Märtyrer wurde.

Tarz-Suite (1–8)

The Paths of Divine Love (Die Pfade der göttlichen Liebe)

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